Erfolg: Kein Palantir für Bundesbehörden

Hallo, 

mit der Trump-Software Palantir Daten für die Sicherheitsbehörden des Bundes auswerten – das war der Plan von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU). Nun hat sich Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) durchgesetzt: Das Überwachungsprogramm kommt nicht. Ein Erfolg, für den sich Campact-Unterstützer*innen über Monate eingesetzt haben.

Lies mehr dazu im Campact-Blog:

http://campact.org/20260223-bl

2026-02-23-weltgeschehen-Das_Weltgeschehen_gleicht_einem_endlosen_Echozimme

Das Weltgeschehen gleicht einem endlosen Echozimmer widerstreitender Stimmen, ein Maelstrom aus Nachrichten, der uns unerbittlich umspült. In diesem Dialog versuchen wir, Ordnung ins Chaos zu bringen, die Fronten zu klären – oder sie zumindest scharf zu zeichnen.

Thema 1: Globale Spannungen und US-Politik

Der Konservative: Schauen Sie, wie die US-Regierung trotz demonstrativer Zuversicht im Zoll-Chaos ihren Kurs hält. Das ist Entschlossenheit, keine Schwäche. Man muss die eigenen Interessen konsequent verfolgen, statt sich von globalen Gutmenschen-Allianzen auf der Nase herumtanzen zu lassen. Wenn der Zoll-Deal zwischen den USA und der EU durch ein Urteil des Supreme Court zu platzen droht, zeigt das doch nur, wie brüchig solche Kompromisse sind, wenn keine echte Macht dahintersteht.

Die Progressive: Diese "Entschlossenheit" Trumpscher Prägung ist nichts als ein Spiel mit dem Feuer. Das Ergebnis ist doch klar: Zoll-Unsicherheit belastet den Aktienmarkt und damit die Weltwirtschaft. Und diese ständigen Provokationen, etwa wenn ein Trump-Imitator im TV den Sender zu einem Statement zwingt, zeigen doch nur die Absurdität und die Polarisierung, die mit solchen Persönlichkeiten einhergeht. Das ist kein strategisches Handeln, das ist schlichtes Chaos.

Thema 2: Sicherheit und Gewalt

Die Progressive: Das ist das direkte Ergebnis von Staatsversagen und fehlender Perspektive: Ein WM-Spielort in Mexiko wird nach dem Tod eines Kartellbosses lahmgelegt, weil das Vakuum sofort mit Gewalt gefüllt wird. Und auch hierzulande sehen wir erschreckende Symptome wie tödliche Polizeischüsse auf Lorenz A., wo Opfer von rassistischer Polizeigewalt die Konsequenzen tragen müssen.

Der Konservative: Tja, was erwarten Sie? Wenn ein Drogen-Boss in Mexiko getötet wird, ist es doch klar, dass das Kartell mit Gewalt reagiert. Das ist eben die Realität, wenn der Staat nicht hart genug durchgreift. Und die Erschießung eines Eindringlings in Trumps Residenz Mar-a-Lago ist weniger eine Blamage für den Secret Service als vielmehr ein Beweis dafür, wie dringend wir robuste Sicherheitsmaßnahmen benötigen, um unsere Führer zu schützen.

Thema 3: Deutsche Innenpolitik und Gesellschaft

Der Konservative: Die CDU irrte mit Merz in die linke Mitte, statt klare Kante zu zeigen. Wenn er so weitermacht, koaliert er die CDU ins Koma – ein Trauerspiel für jeden Konservativen. Und diese ganze „Merz verfestigt Abhängigkeit von der Linken“-Diskussion zeigt doch nur, dass die Partei ihre Wurzeln verloren hat.

Die Progressive: Was die CDU intern macht, ist deren Problem. Viel gefährlicher sind die externen Kräfte, die unsere Demokratie untergraben wollen. Deepfakes und Bots werden zur Gefahr im Wahlkampf und versuchen, Wahlen zu manipulieren. Doch die Zivilgesellschaft steht auf: Tausende demonstrieren gegen Höcke-Rede in Düsseldorf und zeigen, dass die Mehrheit diesen rückwärtsgewandten Parolen die Stirn bietet.

Thema 4: Gesundheit und Institutionen

Die Progressive: Es ist ein Skandal, dass die Kassenärzte freiwillige Leistungen der Krankenkassen streichen wollen. Das trifft die Ärmsten und chronisch Kranken am härtesten. Eine Gesellschaft, die nicht für die Gesundheit ihrer Schwächsten sorgt, hat ihre moralische Grundlage verloren. Wir müssen uns fragen, wo es anfängt mit der Moral, denn die ist offenbar in Gefahr.

Der Konservative: Moral ist gut, aber Realismus ist besser. Die Kassen sind überlastet. Man kann nicht alles bezahlen, ohne das System zu sprengen. Wer sich über die Schlagzeilen zum Thema US-Zollpolitik, Donald Trump, Bischofskonferenz, Georg Bätzing wundert, sieht, dass überall Reformbedarf herrscht. Auch die Bischofskonferenz, die einen neuen Vorsitzenden wählt, muss sich endlich wieder auf ihre Kernaufgaben besinnen, statt ständig mit der Zeit zu gehen.

Thema 5: Wirtschaft und Umweltrealitäten

Der Konservative: Der Wettbewerb belebt das Geschäft, das ist gut so. Wenn Cotti Coffee aus China mit Kampfpreisen nach Deutschland expandiert, dann ist das eine Chance für den Konsumenten und ein Weckruf für etablierte Marken. Und in der Klimapolitik muss man auch mal realistisch sein. Ökonom Reinhard Loske sagt klar, dass wir die Energiemengen aus den USA nicht brauchen werden. Man sollte nicht blind jedem Alarmismus folgen.

Die Progressive: Realismus heißt auch anzuerkennen, dass wir uns in der Klimakrise befinden und Irland sein Emissionsziel verfehlen wird. Diese ökonomische Denkweise, die nur auf Wachstum und Kampfpreise setzt, ignoriert die langfristigen Kosten für Mensch und Umwelt. Es ist Zeit, eine andere Form von Reichtum zu definieren, der nicht nur in materiellen Gütern liegt, die uns blindlings zukommen, sondern in einer nachhaltigen und gerechten Welt.

Reflexion:
Dieses Zwiegespräch offenbart die tiefe Kluft zwischen den Perspektiven, die das Weltgeschehen prägen. Während die konservative Stimme nach nationaler Stärke, Ordnung und Eigenverantwortung ruft, betont die progressive Seite globale Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und die Notwendigkeit systemischer Veränderungen. Beide ringen um Deutungshoheit, doch in ihrer Gegensätzlichkeit spiegeln sie die ungelösten Konflikte unserer Zeit wider, die selten einfache Antworten zulassen.


Ausgewählte Themen:

  • US-Zollpolitik
  • Sicherheit Gewalt
  • Deutsche Innenpolitik
  • Gesundheit Soziales
  • Wirtschaft Umwelt

2026-02-22-weltgeschehen-Die_morgendliche_Schlagzeilenflut__ein_Kaleidoskop

Die morgendliche Schlagzeilenflut, ein Kaleidoskop der Weltlage – mal schrill, mal beklemmend, immer fordernd. Ein Zwiegespräch mit mir selbst, um das Chaos zu ordnen, die Widersprüche zu umarmen, die Standpunkte zu schärfen.

Der Konservative:
Sehen Sie sich um: Das Fundament bröckelt. Während wir über Fachkräftemangel klagen, müssen wir lesen, wie Dobrindt eine Job-Revolution für Migranten plant. Eine „Revolution“, die eigentlich längst überfällig wäre, um unser Sozialsystem zu entlasten. Gleichzeitig erreichen wir eine niedrigste Geburtenrate aller Zeiten. Das ist kein Zufall, das sind Symptome einer Gesellschaft, die ihre Zukunftsperspektiven verliert oder nicht mehr vermitteln kann. Und während wir hier über Integration philosophieren, gibt es in Lyon einen linken Lynchmord an einem 23-Jährigen. Wer schützt die Bürger vor dieser Art von linker Gewalt und dem Zerfall des sozialen Friedens, wenn die Politik sich lieber in Debatten über ideologische Feinheiten verliert?

Die Progressive:
Ihre Schlussfolgerungen sind reichlich vereinfachend. Der Ruf nach einer „Job-Revolution“ lenkt doch nur davon ab, dass tatsächliche Integrationshürden und rassistische Vorurteile oft unüberwindbar scheinen. Der Angriff in Leipzig, nur weil jemand Kurdisch sprach, zeigt doch, wie tief diese Probleme sitzen und dass nicht nur "die Linken" für Gewalt verantwortlich sind. Eine niedrige Geburtenrate ist ein komplexes soziales Phänomen, oft verknüpft mit fehlender Kinderbetreuung, wirtschaftlicher Unsicherheit und der Doppelbelastung von Frauen – nicht mit dem vermeintlichen Verfall der Gesellschaft, den Sie herbeireden. Die Lösung liegt in umfassender Unterstützung und Chancengleichheit, nicht in der Herabwürdigung von Menschen, die in unser Land kommen.

Die Progressive:
Wo ist eigentlich der "Westen" in all diesen nationalen Interessen? Trump setzt seinen Zollkrieg mit 15 Prozent weltweit in die nächste Runde, destabilisiert damit die globale Wirtschaft und ignoriert die Lektionen der Geschichte. Währenddessen müssen Menschen in der Ukraine einfach weiterleben, trotz allem Krieg. Was ist das für eine Weltordnung, in der Großmächte ihre Egoismen auf Kosten der Schwächsten austragen und wir zusehen, wie globale Kooperation zugunsten nationaler Alleingänge geopfert wird? Wir brauchen Solidarität, keine Abschottung.

Der Konservative:
Solidarität? Reden wir über Realpolitik. Trumps protektionistische Maßnahmen sind ein klares Signal: Amerika zuerst. Das ist legitim, wenn eigene Interessen gefährdet sind. Und dieses Theater um ein US-Lazarettschiff nach Grönland? Das ist Geopolitik, strategische Präsenz, die uns alle betrifft. Es ist doch naiv zu glauben, dass internationale Beziehungen auf reinem Idealismus basieren. Unser Kanzler reist nach Peking, wo es trotz roter Teppiche vor allem um harte Zahlen geht. Das ist pragmatische Politik, bei der eben die eigenen wirtschaftlichen Interessen gewahrt werden müssen, auch wenn man dabei über gewisse rote Teppiche schreiten muss.

Der Konservative:
Und apropos Pragmatismus: Wie lange wollen wir uns noch von unserer eigenen Regierung blenden lassen? Die Bundesregierung trickst schon wieder beim Sondervermögen! Wen wundert es da, dass Parteien wie die AfD von einem Millionenerbe überrascht werden? Die Wähler suchen nach Alternativen, wenn das Establishment derart intransparent agiert und die Bürger das Gefühl haben, dass ihr hart erarbeitetes Geld verschleudert wird. Das ist keine „rechte Welle“, das ist ein Hilfeschrei gegen Misswirtschaft.

Die Progressive:
Das ist eine Zynismus. Die AfD profitiert von Millionen, während die Macht der Superreichen die politischen Agenden bestimmt. Sie beklagen „Misswirtschaft“ der Regierung, aber ignorieren, dass die eigentliche Schieflage im System liegt, wo Reichtum akkumuliert und die Mehrheit darum kämpft, über die Runden zu kommen. Wenn Besetzer ein Gebäude in Berlin okkupieren und Eigentümer werden wollen, dann ist das nicht bloße Rebellion, sondern ein verzweifelter Ruf nach bezahlbarem Wohnraum und einer gerechteren Verteilung von Ressourcen. Diese sozialen Schieflagen treiben die Menschen an den Rand, nicht die vermeintlichen Tricksereien der Regierung.

Reflexion:
Zwei Stimmen, die das Weltgeschehen durch ihre eigenen Filter interpretieren, ein Spiegel der gesellschaftlichen Spaltung. Wo der eine von nationalen Interessen und Staatsversagen spricht, sieht der andere globale Abhängigkeiten und soziale Ungerechtigkeit. Die Fakten sind die gleichen, doch die Deutungen könnten unterschiedlicher nicht sein – ein ewiger Kampf um die Deutungshoheit, der im Kopf jedes Einzelnen tobt.

Themen:
Migration, Geopolitik, Finanzen

2026-02-21-weltgeschehen-Die_Welt__ein_beständiger_Schmelztiegel_der_Meinun

Die Welt, ein beständiger Schmelztiegel der Meinungen und Geschehnisse. Manchmal, da scheint es, als ob die eigenen Gedanken zu einem inneren Dialog werden, der die konträren Stimmen im Kopf austrägt. Ein Selbstgespräch über die Schlagzeilen, die uns täglich umgeben, zugespitzt und doch zutiefst menschlich.


Der Blick auf die globale Bühne

Der Konservative: Fangen wir doch mal mit der vermeintlichen großen Politik an, die uns die „Experten“ ständig auftischen. Da wird Russland dämonisiert, und gleichzeitig sehen wir, wie Putins desaströser Ukraine-Feldzug angeblich alles verliert. Aber ist das wirklich die ganze Wahrheit? Währenddessen schreit die EU nach Expansion, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Ein voreiliger EU-Beitritt der Ukraine wäre fatal für unser Europa, das ohnehin schon wankt. Und die vielgelobten Sanktionen? Sie sind ein Witz, wenn Länder wie Griechenland und Malta neue EU-Sanktionen blockieren und die „Schattenflotte“ unbehelligt bleibt.

Die Progressive: Fatalismus ist selten ein guter Ratgeber. Es geht nicht nur um geopolitische Schachzüge, sondern um Menschenleben und das Völkerrecht. Wenn der Konservative immer nur auf die nationalen Interessen pocht, übersieht er, dass Isolation die größere Gefahr darstellt. Ja, ein vorschneller Beitritt mag komplex sein, aber die Vision einer geeinten Front gegen Aggression ist essenziell. Statt über eine angebliche Schwäche der EU zu lamentieren, sollten wir uns fragen, warum Europas Zusammenhalt droht, an deutschem Rüstungsboom zu scheitern – ein Dilemma, das wir selbst verursachen.

Trump, Wirtschaft und Weltordnung

Die Progressive: Apropos Dilemmata: Die Rückkehr von Donald Trump an die Macht würde die Welt erneut in eine unberechenbare Phase stürzen. Seine Zollpolitik hat gezeigt, wie schnell Chaos entstehen kann, wenn Hedgefonds Chancen auf Milliardenrückzahlungen wittern, nachdem Gerichte seine Maßnahmen kassieren. Es war absehbar, dass der Supreme Court viele Trump-Zölle kippt, was die Unsicherheit nur noch verstärkt. Und diese permanente Militärpräsenz, etwa wenn der US-Flugzeugträger "Gerald R. Ford" das Mittelmeer erreicht, spricht Bände über die andauernde Spannungen, die seine Rhetorik nur anheizt.

Der Konservative: Unberechenbar? Nennen Sie es Realpolitik! Trump hat gezeigt, dass man verkrustete Strukturen aufbrechen muss. Wer stark auftritt, wird respektiert. Die Möglichkeit, dass Trump einen „limitierten Angriff“ erwägt, ist ein Zeichen der Entschlossenheit, nicht der Chaos. Und die militärische Präsenz der USA, jener „unsinkbare Flugzeugträger“, von dem sogar schwere Bomber starten, sichert unsere Freiheit – ob es Ihnen passt oder nicht. Schwäche ist das, was Aggressoren ermutigt, nicht Stärke.

Innenpolitik und die Kultur des Protests

Der Konservative: Und dann der Blick ins eigene Land, ein einziges Tollhaus! Was ist nur aus der politischen Kultur geworden? Da wird auf dem CDU-Parteitag gefeiert, und dann wird Friedrich Merz der Applaus zu viel. Gleichzeitig werden Parteifunktionäre entlarvt, wenn etwa Carsten Linnemann Lars Klingbeil „SPD-Kanzler“ nennt, ein Versprecher, der die wahren Machtspiele hinter den Kulissen aufzeigt. Der Kulturkampf hat absurde Züge angenommen: Ein Edeka, das „FCK AFD“-Kaffee verkauft und sich mit fragwürdigen Produzenten einlässt? Wo bleibt da die Neutralität? Sogar eine Alice Schwarzer rudert zurück, weil sie es wagt, eine „rechte Frau“ anzusprechen. Das ist Meinungsdiktatur, keine Debattenkultur!

Die Progressive: Meinungsdiktatur? Eher eine klare Haltung. Wenn sich Unternehmen positionieren, ist das ihr gutes Recht. Und dass Menschen aufmerksam sind, wenn jemand wie Alice Schwarzer über Alice Weidel spricht und dann zurückrudert, zeigt lediglich die Sensibilität der Debatte. Die politische Landschaft ist im Umbruch, da gibt es nun mal Donald Trump nach dem Zoll-Urteil, Friedrich Merz nach der Wiederwahl, FDP im Existenzkampf. Es ist doch nur logisch, dass angesichts solcher Umbrüche parteiübergreifende Lösungen gesucht werden, wenn Lars Klingbeil einen gemeinsamen Kandidaten von Union und SPD für das Bundespräsidentenamt vorschlägt. Und ja, ein Rollator auf einem JU-Plakat ist vielleicht unter der Gürtellinie, aber auch ein Spiegelbild jugendlicher Empörung.

Staat, Digitalisierung und Bildung

Die Progressive: Die Herausforderungen unserer Zeit erfordern eine kritische Auseinandersetzung mit den Strukturen, die uns prägen. Nehmen wir die Bildung: Die fragwürdigen Silicon-Valley-Methoden an Deutschlands größter Hochschule zeigen, wie die Kommerzialisierung Bildungsinhalte aushöhlt. Und die digitale Welt? Wir müssen unsere Kinder vor Mark Zuckerberg schützen und eine ethische Digitalisierung vorantreiben. Ganz zu schweigen von den undurchsichtigen Vorgängen, bei denen Geheimdienste wie CIA, FBI und NSA im Epstein-Komplex unter Verschluss bleiben – das wirft tiefe Fragen nach staatlicher Verantwortung auf.

Der Konservative: Schutz der Kinder, ethische Digitalisierung – das sind doch Worthülsen! Die Wahrheit ist, dass der Staat als Beute immer mehr unter die Räder kommt, sei es durch unkontrollierte Macht oder fragwürdige Bildungsexperimente. Es ist doch klar, wer hier wirklich profitieren soll. Solange wir nicht die wahren Ursachen der Probleme beim Namen nennen, bleiben wir in diesem Karussell aus Sorge und Untätigkeit gefangen.


Reflexion

Dieses Zwiegespräch, mal laut, mal leise, mal wütend, mal resigniert, zeigt die schier unüberbrückbaren Gräben der modernen politischen Debatte. Die Stimmen ringen um Deutungshoheit, doch am Ende bleibt der Eindruck, dass jeder in seiner eigenen Echokammer verharrt, während die komplexen Realitäten des Weltgeschehens unaufhaltsam ihren Lauf nehmen.


Ausgewählte Themen:
Ukraine EU
Trump Welt
Kulturkampf Deutschland
Staat Digitalisierung

2026-02-20-weltgeschehen-Die_Welt_dreht_sich_weiter__unaufhörlich__in_einem

Die Welt dreht sich weiter, unaufhörlich, in einem Strudel aus Politik, Wirtschaft und unvorhersehbaren Ereignissen. Manchmal frage ich mich, wie man all das verarbeiten soll, ohne den Verstand zu verlieren. Ein innerer Dialog scheint da die einzige Möglichkeit.


Zum Thema: Geopolitische Spannungen und militärische Realitäten

Der Konservative: Die Karten werden neu gemischt, und wer das nicht sieht, ist blind. Wenn Russen-Bomber vor Alaska auftauchen, ist das kein Zufall, sondern eine klare Machtdemonstration. Während wir hier über Gendersternchen debattieren, rüstet der Rest der Welt auf. Italien erwägt eine Aufstockung seiner Streitkräfte um 100.000 Soldaten, und das ist eine pragmatische Antwort auf eine sich verändernde Bedrohungslage. Wir brauchen Härte und Klarheit, keine ewige Diplomatie, die von den Aggressoren als Schwäche ausgelegt wird. Wenn Trump droht, dass "schlimme Dinge passieren", falls der Iran kein Abkommen zustimmt, ist das direkt, aber es ist eine Sprache, die verstanden wird.

Die Progressive: Solche Schwarz-Weiß-Sicht ist gefährlich. Ja, es gibt Bedrohungen, aber die Antwort kann nicht nur Aufrüstung sein. Die geopolitische Landschaft ist komplex: Japan braucht die USA, um China abzuschrecken – das zeigt Abhängigkeiten und die Risiken von Stellvertreterkonflikten. Während wir uns auf die militärische Muskelspiele der Großmächte konzentrieren, ereignen sich anderswo unfassbare Tragödien. Die Vereinten Nationen sprechen von Gräueltaten im Sudan als "Kennzeichen eines Genozids" – das ist die wahre Krise, die uns beschäftigen sollte. Auch Nordkoreas Kim Jong Un eröffnet einen wichtigen Parteitag und sendet damit ein Signal regionaler Instabilität, die sich nicht einfach weg militarisieren lässt. Es geht um Diplomatie, Entwicklung und globale Verantwortung, nicht nur um Waffen.


Zum Thema: Deutsche Innenpolitik und der Zustand der Nation

Die Progressive: Ich frage mich, ob die vielbeschworene „Zeitenwende“ überhaupt wirklich angekommen ist. Die Deutschen merken, dass etwas nicht stimmt, aber die Politik scheint sich in internen Machtkämpfen zu verfangen. Der CDU-Parteitag und die Merz-Wahl sind vielleicht wichtig für die Partei, aber lenken sie nicht von den tatsächlichen Sorgen der Bürger ab? Es braucht echte Reformen, soziale Gerechtigkeit und eine Vision für die Zukunft, statt parteiinterne Scharmützel.

Der Konservative: Vision? Das Einzige, was ich sehe, ist ideologischer Klamauk. Wenn die Debatte um die Bundespräsidenten-Position zur Frage wird, ob Deutschland jetzt eine Quotenfrau braucht, dann haben wir den Kompass verloren. Leistung zählt, nicht das Geschlecht. Und während man uns predigt, wir sollen uns einschränken, reisen die selbsternannten Moralapostel mit Porsche, Flüge und Bali-Urlaub. Diese linke Doppelmoral ist es, die die Menschen wütend macht und das Vertrauen in die Politik zerstört. Die „Zeitenwende“ ist bisher nur eine Phrase, denn die Probleme bleiben ungelöst, während die Eliten weiter ihre woke Agenda vorantreiben.


Zum Thema: Digitale Arbeitswelt und globale Wirtschaftsethik

Der Konservative: Das ist doch wieder typisch: Der Staat mischt sich ein, wo er nichts zu suchen hat. Ein Lieferdienst wie Glovo muss in Italien 40.000 Fahrer anstellen? Das ist eine massive Belastung für Unternehmen und ein Schlag gegen die Flexibilität des Arbeitsmarktes. Es geht um Effizienz und Wettbewerb. Wenn Novartis seine Indien-Tochter abstößt und die Aktie nach oben schießt, dann ist das ein Zeichen für kluge strategische Entscheidungen im freien Markt, die Arbeitsplätze und Gewinne sichern – auch wenn sie nicht jedem gefallen. Der Markt regelt das besser als Bürokraten in Brüssel oder Rom.

Die Progressive: "Kluge strategische Entscheidungen" auf Kosten der Arbeitnehmerrechte und der sozialen Verantwortung? Das ist eine zynische Sichtweise. Die Entscheidung im Fall Glovo ist ein wichtiger Schritt für Arbeitnehmerschutz in der Gig Economy. Es zeigt, dass Unternehmen nicht länger die Augen vor ihrer Verantwortung verschließen dürfen. Und während Konzerne global agieren, sehen wir, wie Staaten ihre globale Verantwortung selektiv wahrnehmen. Die USA zahlen immerhin einen Teil ihrer UNO-Schulden, aber das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man sieht, wie viele globale Herausforderungen ungelöst bleiben. Es lenkt auch davon ab, dass manchen Politikern andere Dinge wichtiger sind: Trump plant die Offenlegung staatlicher UFO-Unterlagen, anstatt sich den echten, drängenden Problemen zu widmen.


Reflexion:
Der Dialog offenbart tiefe Gräben in der Wahrnehmung globaler und nationaler Herausforderungen. Während die eine Stimme pragmatische Härte und Marktfreiheit fordert, pocht die andere auf soziale Verantwortung, Empathie und differenzierte Betrachtung. Beide ringen um Antworten in einer Welt, die sich zunehmend komplex und widersprüchlich anfühlt. Es ist ein Ringen, das wohl noch lange andauern wird.


Ausgewählte Themen:
Geopolitik
Innenpolitik
Arbeitswelt Ethik

2026-02-19-weltgeschehen-Ein_intellektuelles_Selbstgespräch__gefangen_zwisc

Ein intellektuelles Selbstgespräch, gefangen zwischen den Polen des Zeitgeistes, während die Welt sich dreht und die Schlagzeilen sich überschlagen.

Der Konservative:
Manchmal frage ich mich, ob die Realität noch jemandem zu vermitteln ist, wenn die Faktenlage so klar ist. Während wir uns hier im Kleinklein verlieren, rüsten andere auf. Die Vorbereitungen sind eindeutig: Die USA stellen eine gewaltige Armada für einen möglichen Angriff auf Iran zusammen. Berichte besagen sogar, die USA könnte Samstag den Iran angreifen – ein klares Zeichen, dass die Zeit des Zauderns und der naiven Diplomatie vorbei sein muss. Wer Stärke zeigt, wird respektiert, nicht wer ständig verhandeln will.

Die Progressive:
Diese aggressive Rhetorik ist beängstigend, gerade in einer so angespannten Lage. Ein militärisches Vorgehen birgt unkalkulierbare Risiken. Das White House sagt, Iran wäre ‚weise‘, ein Abkommen zu schließen, während die USA die Militärpräsenz erhöhen – ein gefährliches Spiel, das leicht außer Kontrolle geraten kann. Selbst bei schwierigen, aber wichtigen Gesprächen in Genf bleibt der Donbass der größte Streitpunkt, was zeigt, wie komplex und verfahren solche Konflikte sind und dass schnelle militärische Lösungen oft nur weitere Probleme schaffen. Und wenn wir sehen, dass die Hamas ihre Kontrolle in Gaza trotz schwerer Verluste wieder festigt, wird klar, dass militärische Erfolge allein keine dauerhafte Stabilität schaffen.

Die Progressive:
Während anderswo die Spannungen eskalieren, sehen wir hierzulande, wie die Fundamente unserer Gesellschaft untergraben werden. Es ist erschütternd zu sehen, dass die AfD im Nordosten bei 37 Prozent liegt; ein alarmierendes Zeichen für den Zustand unserer Demokratie, das uns alle zum Nachdenken zwingen sollte. Der sechste Jahrestag des Hanau-Anschlags erinnert uns schmerzlich an das Versagen der Aufklärung und den dringenden Bedarf an Gerechtigkeit und Empathie. Wir müssen die tieferliegenden Ursachen für Unzufriedenheit und Spaltung anerkennen, statt sie zu ignorieren.

Der Konservative:
Empathie ist gut, aber Realitätssinn besser. Kein Wunder, dass die Menschen solchen Parteien ihre Stimme geben, wenn der Staat an allen Ecken und Enden versagt. Nur 14 Prozent aller DB-Fernzüge waren 2024 pünktlich! Das ist kein Einzelfall, das ist ein Systemversagen. Da helfen auch keine Vertuschungsversuche, wenn ein Gefahrenstoff im Reichstagsgebäude austritt und Großeinsatz auslöst – Symbolbild für den Zustand des Apparats, der nicht einmal das eigene Haus im Griff hat. Und währenddessen verbreiten die angeblichen Qualitätsmedien Skandale: Julian Reichelt vergleicht Fake-Videos im Heute Journal mit den „Hitler-Tagebüchern des ZDF“. Die Glaubwürdigkeit sinkt ins Bodenlose, und die Bürger wenden sich ab.

Der Konservative:
Die EU ist naiv, wenn sie nicht sieht, dass China große Teile von Europas Industrie lahmlegen kann – eine direkte Bedrohung unserer Souveränität und unserer Arbeitsplätze. Unsere Wirtschaft wird durch eigene grüne Ideologie und globale Konkurrenz ausgehöhlt, während andere Länder pragmatisch ihre Interessen verfolgen. Und in Russland mag Putin die Wirtschaft ruinieren, aber ob er sie bis 2026 endgültig umbringt, bleibt abzuwarten; unsere Abhängigkeit von Rohstoffen und unsere außenpolitische Schwäche bleiben jedenfalls ein Problem.

Die Progressive:
Diese nationalstaatliche Angst vor China und Russland lenkt von den eigentlichen globalen Herausforderungen ab. Statt militärischer oder wirtschaftlicher Abschottung müssen wir über die Gespräche Europas mit Putin für den Frieden reden, auch wenn das unbequem ist, denn globale Konflikte erfordern globale, koordinierte Lösungen. Gleichzeitig darf man das Schauspiel um die EZB nicht vergessen, das zeigt, wie fragil unser Finanzsystem ist und wie dringend eine stabile, soziale Wirtschaftspolitik nötig wäre, anstatt nur auf Marktmechanismen zu vertrauen. Auch die Ereignisse in Südkorea, wo ein Präsident wegen Aufstands angeklagt wurde, zeigen, dass demokratische Institutionen überall auf der Welt unter Druck stehen und ständige Wachsamkeit erfordern.

Die Progressive:
Die Welt ist voller Widersprüche, und viele Probleme sind hausgemacht. Die Verstrickungen sind erschreckend, wenn ein Trump-Vertrauter wie Steve Bannon seine Freundschaft mit Jeffrey Epstein pflegte – das wirft ernste Fragen nach moralischer Integrität und dem Einfluss schmutziger Machenschaften auf die Politik auf. Ein Scheitern von Brasiliens Lula beim Karneval mag oberflächlich erscheinen, doch es spiegelt die politische Polarisierung wider, die wir überall sehen, und wie schnell populäre Figuren an Glanz verlieren können, wenn die Realität sie einholt.

Der Konservative:
Populismus? Das ist die Stimme des Volkes! Es zeigt sich, dass die Maga-Bewegung das Programm der gescheiterten konservativen Revolution Pat Buchanans umsetzt – ein starkes Signal gegen das Establishment und seine globalistischen Fantasien. Trump verteidigt klar nationale Interessen, indem er dem UK sagt, Diego Garcia nicht wegzugeben – keine Kompromisse bei der Sicherheit und der territorialen Integrität. Und sein Friedensrat für den Gazastreifen zeigt pragmatische Ansätze, wo andere nur ideologische Blockaden und endlose Debatten sehen. Handeln statt lamentieren, das ist die Devise.


Reflexion:
Das Gespräch mäandert zwischen globalen Machtspielen und nationalen Krisen, gespiegelt in der widersprüchlichen Kakophonie der Medien. Zwei Perspektiven prallen aufeinander, ringen um Deutungshoheit, ohne je wirklich zusammenzufinden. Ein ständiges Pendeln zwischen der Sehnsucht nach Ordnung und der Furcht vor dem Chaos, untermalt vom unaufhörlichen Strom der Nachrichten, die uns teils verunsichern, teils in unserer Weltsicht bestätigen. Ein Echo unserer zerrissenen Zeit.


Ausgewählte Themen:
Geopolitik
Inland/Medien
Globale Wirtschaft
US-Populismus

2026-02-18-weltgeschehen-Manchmal_frage_ich_mich__ob_die_Welt_in_einem_Stru

Manchmal frage ich mich, ob die Welt in einem Strudel der Ironie und Paradoxie versinkt oder ob sie lediglich ihren ewigen Zyklen von Aufruhr und Stagnation folgt. Die Schlagzeilen, sie erzählen Geschichten, die sich anfühlen, als wären sie schon tausendmal erzählt worden – nur mit neuen Akteuren.

1. Thema: Demokratien im Wandel: Polarisierung und politische Ränder

Der Konservative: Die Demokratie? Die wird doch gerade von jenen untergraben, die am lautesten ihre Verteidigung brüllen! Sehen Sie sich die US-Republikaner an, die vor den Midterms strengere Wahlgesetze fordern. Das ist kein Angriff auf die Freiheit, das ist der Versuch, Integrität in ein System zurückzubringen, das von fragwürdigen Praktiken unterhöhlt wird. Und währenddessen wird eine banale Entführung in Arizona zur nationalen Sensation, bei der selbst Donald Trump sich einmischt – weil er der Einzige ist, der noch die Aufmerksamkeit der Menschen halten kann. Die etablierten Parteien in Deutschland kämpfen derweil um ihre Existenz, während eine neue Partei wie „Restore Britain“ zeigt, wie man rechts der Mitte erfolgreich sein könnte. Dort versteht man wenigstens noch, was die Leute wirklich wollen, statt sich im Klamauk zu verlieren.

Die Progressive: Sie nennen es Integrität, ich nenne es Wählerunterdrückung. Der Versuch, das Wahlrecht zu erschweren, zielt oft darauf ab, bestimmte Gruppen von der Stimmabgabe abzuhalten. Und Trumps Einmischung in jede noch so kleine nationale Story ist bezeichnend für den Personenkult, der die Sachthemen überlagert. Während Sie neue rechte Parteien feiern, warnt ein Schweizer Ökonom bereits vor einem AfD-Kanzler nach 2033. Das ist keine Erfolgsgeschichte für die Demokratie, sondern eine Warnung vor dem Verlust der politischen Mitte, um die sich die CDU auf ihrem Parteitag verzweifelt zu kämpfen scheint.

2. Thema: Vertrauenskrise: Medien, Justiz und Symbole

Die Progressive: Und während sich die politischen Gräben vertiefen, bröckelt das Vertrauen in die Institutionen. Wenn die ZDF-Nachrichtenchefin um Entschuldigung bitten muss für die Verbreitung von Fake-Videos, ist das ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die auf verlässliche Berichterstattung angewiesen sind. Dennoch ist es ein Zeichen von Fehlerkultur. Gleichzeitig sehen wir, wie die Justiz zu einem Schlachtfeld wird, wo etwa ein US-Richter die Abschiebung eines palästinensischen Studentenaktivisten blockiert, ein kleiner Sieg für die Menschenrechte, aber Anlass für weitere Debatten. Selbst die kleinsten Symbole werden zum Politikum, wenn etwa Trumps Wunsch für die Air Force One Lackierung in seinen Farben noch nach seiner Amtszeit diskutiert wird – Zeichen einer tiefen Spaltung.

Der Konservative: Fehlerkultur? Das ist doch nur das Eingeständnis einer Lügenspirale, wie sie NIUS Live dem ZDF vorwirft. Diese sogenannten Mainstream-Medien haben längst ihr Monopol auf Wahrheit verloren. Und die Justiz? Da wird doch oft mit zweierlei Maß gemessen, vor allem wenn es um linke Aktivisten geht. Es ist bezeichnend, dass die Einstufung der AfD Niedersachsen als rechtsextrem von Pauline Voss mit der Stasi verglichen wird. Das zeigt, wie der Staat versucht, unliebsame Meinungen zu unterdrücken, statt sich echten Problemen zu stellen.

3. Thema: Globale Konflikte, Machtverschiebungen und politische Instabilität

Der Konservative: Die Welt brennt an allen Ecken, und unsere Politiker schauen tatenlos zu. In Äthiopien verlegt das Land Truppen nach Norden, ein größerer Krieg droht, und plötzlich tauchen russische Kampfjets in Äthiopien auf. Das ist die neue Weltordnung: Großmächte mischen sich ein, wo immer sie können, und niemand wagt es, ihnen Einhalt zu gebieten. Währenddessen herrschen in Südamerika chaotische Zustände, der Präsident Perus wird nach nur vier Monaten abgesetzt. Das zeigt doch, wie fragil diese sogenannten Demokratien sind. Und selbst im Westen spitzen sich die Gräben zu, wie die Festnahmen nach dem Tod eines rechten Aktivisten in Lyon belegen – Gewalt ist keine Lösung, aber sie ist die Folge einer Politik, die die Sorgen der Bürger ignoriert.

Die Progressive: Ihre Sicht ist zynisch und fatalistisch. Die Ausweitung des Konflikts in Äthiopien ist eine menschliche Tragödie, keine geopolitische Schachpartie, und Russlands Präsenz verschärft die Lage nur. Dass ein Präsident in Peru nach so kurzer Zeit gestürzt wird, zeigt die tiefe politische und soziale Krise, die viele Entwicklungsländer durchmachen, nicht die Unfähigkeit der Demokratie an sich. Und die Festnahmen in Frankreich nach dem Tod eines rechten Aktivisten sind ein trauriges Beispiel für die Gewaltspirale, die aus politischer Polarisierung und Extremismus entstehen kann. Eine Lösung wäre hier Deeskalation und Dialog, nicht nur nationale Interessen. Auch das künftige Präsidentschaftsrennen in den Philippinen, wo die Vizepräsidentin Sara Duterte für 2028 kandidiert, wirft Fragen nach dem Fortbestand von Machtdynastien und dem Einfluss populistischer Strömungen auf.

4. Thema: Wirtschaft, Gesellschaft und die Last des Wandels

Die Progressive: Die sozialen Ungleichheiten wachsen, und das spiegelt sich in den extremen Reaktionen wider. Wir sehen, wie im Libanon die Elite im Skigebiet Mzaar dem Chaos entflieht, während der Rest des Landes leidet. Das ist ein Bild der globalen Ungerechtigkeit. Zugleich zeigen Milliardenzahlungen wie die, die Bayer zur Beilegung der Roundup-Klagen leisten muss, dass Konzerne für ihre Entscheidungen zur Rechenschaft gezogen werden können – ein wichtiges Zeichen für Konsumentenschutz und Umweltgerechtigkeit.

Der Konservative: Ja, die Eliten feiern, während der Steuerzahler die Zeche zahlt. Oder glauben Sie wirklich, dass Bayer die Milliarden aus dem Nichts zaubert? Das sind Kosten, die auf die Allgemeinheit umgelegt werden. Und dann die Mietpreiskontrolle, die laut Ökonomen Städte zerstört – ein perfektes Beispiel für staatliche Einmischung, die mehr Schaden als Nutzen anrichtet. Es gibt einfach Grenzen, wie stark der Staat die Wirtschaft belasten kann. Merz hat Recht: „Die Zitrone ist ziemlich ausgequetscht.“ Man kann nicht immer nur fordern, ohne zu sehen, wo das Geld herkommen soll.

Reflexion:
Dieses imaginäre Gespräch offenbart nicht nur die Kluft zwischen politischen Ideologien, sondern auch die Schwierigkeit, in einer fragmentierten Nachrichtenlandschaft zu einem Konsens zu finden. Jede Seite pickt sich die Fakten heraus, die ihre Erzählung stützen, interpretiert Nuancen als fundamentale Unterschiede und verstärkt so die Polarisierung, anstatt sie zu überwinden. Der Kampf um die Deutungshoheit ist der eigentliche Krieg in der globalisierten Welt.

Themen:
Demokratien Polarisierung
Medien Vertrauen
Globale Instabilität
Wirtschaft Gesellschaft

2026-02-17-weltgeschehen-Ein_imaginäres_Gespräch__wie_es_sich_im_Kopf_eines

Ein imaginäres Gespräch, wie es sich im Kopf eines Journalisten abspielen könnte, während er die täglichen Schlagzeilen sichtet:

Die Geopolitik als Zerrspiegel der Werte

Der Konservative:
Man schaue sich die Welt an: Überall Krisen, und doch nur leere Worthülsen. Die USA reden mit dem Iran über dessen Nuklearprogramm US, Iran hold high-level talks on Tehran’s nuclear program, während gleichzeitig Kriegsschiffe in der Nähe aufmarschieren US build-up of warships and fighter jets tracked near Iran. Was ist das für eine Diplomatie? Ein Säbelrasseln, das nur Schwäche zeigt. Und dann kommt ein Donald Trump daher und behauptet, er sei „indirekt“ an den Iran-Gesprächen beteiligt Trump says he will be ‚indirectly‘ involved in Iran nuclear talks. Die Linke beklagt sich über seine Art, aber wer hat unter ihm für mehr Stabilität gesorgt? Währenddessen kämpfen erschöpfte Reparaturteams in Kiew Tag und Nacht [Ukraine: In Kyiv, exhausted emergency repair crews work around the clock](https://www.dw.com/en/ukraine-in-kyiv-exhausted-emergency-repair-crews-work-around-the-clock/a-75965680?maca=en-rss-en-top-1022-rdf], und wir tun so, als könnten wir mit Waffenlieferungen Frieden erzwingen. China wiederum trifft Japan dort, wo es wehtut China is hitting Japan where it hurts. Will PM Takaichi give in? – knallharte Interessenpolitik, da gibt’s kein Moralgetue. Und Macron in Indien, um Rafale-Deals zu pushen und KI-Bindungen zu schmieden [France’s Macron in India to boost Rafale deal talks, AI ties](https://www.dw.com/en/france-s-macron-in-india-to-boost-rafale-deal-talks-ai-ties/a-75998082?maca=en-rss-en-top-1022-rdf]? Jeder für sich, das ist die Realität.

Die Progressive:
Ihre Sicht ist so Schwarz-Weiß wie die einer alten Wochenschau. Es ist eben kompliziert. Gerade weil die Gefahr eines Atomkonflikts real ist, muss man reden, auch unter militärischer Präsenz. Das ist kein Säbelrasseln, das ist eine gefährliche Balance. Und Trumps „indirekte Beteiligung“ ist wohl eher eine Eigeninszenierung. Die Menschen in Kiew leben in einem Krieg, der die humanitäre Hilfe und diplomatische Bemühungen umso dringlicher macht, nicht weniger. Chinas Vorgehen gegen Japan zeigt die Kehrseite des globalen Handels, die wir in unseren Lieferketten oft ignorieren. Und Macron? Er versucht immerhin, globale Partnerschaften abseits alter Blockkonfrontationen aufzubauen, sei es bei Rüstung oder Zukunftstechnologien. Das ist ein Versuch, europäische Interessen in einer multipolaren Welt zu behaupten.

Die Lüge als Normalität: Medien und KI

Die Progressive:
Der „KI-Skandal“ um das ZDF-Heute-Journal, wo von „Fake-Videos“ die Rede ist [ZDF-Skandal eskaliert: Zweites Fake-Video im selben Heute-Journal-Beitrag aufgedeckt!](https://www.nius.de/medien/news/zdf-skandal-eskaliert-zweites-fake-video-im-selben-heute-journal-beitrag-aufgedeckt/cf1982f1-3349-44e4-94ee-35c02f14ff36], ist besorgniserregend. Die Glaubwürdigkeit etablierter Medien steht auf dem Spiel, wenn KI-generierte Inhalte ohne Kennzeichnung verwendet werden. Ein Reporter spricht sogar von einem „Medienskandal“ [Reporter Julius Böhm über die KI-Fakes des ZDF: „Es ist ein Medienskandal“](https://www.nius.de/nius-live/news/reporter-julius-boehm-ueber-die-ki-fakes-des-zdf-es-ist-ein-medienskandal/f28699e7-02d7-4ec9-a7b1-37275d0d78d1]. In China zeigt man indes humanoide Roboter und KI-Moderatoren zur besten Sendezeit Humanoide Roboter, Drohnen, KI-Moderatoren: China zeigt die Zukunft – zur besten Sendezeit, das ist die Zukunft – eine, die ebenso faszinierend wie beängstigend sein kann, wenn sie zur Manipulation missbraucht wird. Es zeigt, wie sich das ZDF in Lügen verstrickt KI-Skandal um heute journal: So verstrickt sich das ZDF in Lügen und damit das Vertrauen untergräbt, das wir in die vierte Gewalt setzen sollten.

Der Konservative:
Vertrauen? Welche vierte Gewalt? Es ist doch der Beweis, dass unsere sogenannten „Mainstream-Medien“ schon immer eine Agenda hatten und nur darauf warten, Falschinformationen zu verbreiten, ob mit oder ohne KI. Das ist keine neue Gefahr durch KI, sondern eine alte Krankheit des Systems. Die KI ist nur das Werkzeug, die Absicht kommt von den „Journalisten“. China ist da wenigstens ehrlich in seiner Diktatur der Algorithmen. Bei uns nennt man es „Aufklärung“ und schiebt es auf einen technischen Fehler. Lächerlich. Wir brauchen keine Warnung vor KI, wir brauchen Medien, die ihrer Aufgabe nachkommen und nicht manipulieren.

Migration, Identität und soziale Verwerfungen

Der Konservative:
Schauen Sie sich Schweden an: Das Land, das so lange als Musterbeispiel für eine offene Gesellschaft galt, will nun sogar ein Baby ohne Eltern nach Iran abschieben [Emanuel ist acht Monate alt und soll ohne seine Eltern nach Iran abgeschoben werden – Schwedens harte Migrationspolitik stösst auf Widerstand](https://www.nzz.ch/international/schweden-will-baby-emanuel-nach-iran-ausschaffen-ld.1925109). Die Realität holt uns alle ein. Wenn die Gesellschaft nicht mehr funktioniert, wenn es zu Problemen kommt, muss man eben harte Entscheidungen treffen. Und in Frankreich? Die radikale Linke hat ein Gewaltproblem [Getöteter Student in Lyon: Frankreichs radikale Linke hat ein Gewaltproblem](https://www.nzz.ch/international/verharmlosung-linksradikaler-gewalt-lfi-chef-melenchon-unter-beschuss-ld.1925128] – wo bleibt da die Empathie für die Opfer? Wenn in den USA ein „Trans-Killer“ mehrere Menschen in einer Sporthalle tötet [Er soll bei der Tat Frauenkleider getragen haben: Trans-Killer tötet mehrere Menschen in Sporthalle in den USA](https://www.nius.de/ausland/news/er-soll-bei-der-tat-frauenkleider-getragen-haben-trans-killer-toetet-mehrere-menschen-in-sporthalle-in-den-usa/f9749268-3704-44d7-a9b8-29a5134a4771], dann darf man die Fragen nach den Ursachen und der Identität nicht ausblenden, nur weil es unbequem ist. Und Kuba? Der Mangel an Kraftstoff führt zu einer Müllkrise [Cuba: Fuel shortage creates garbage crisis](https://www.dw.com/en/cuba-fuel-shortage-creates-garbage-crisis/a-75997992?maca=en-rss-en-top-1022-rdf]. Das ist das Ergebnis von ideologischer Verblendung und Misswirtschaft. Nationale Interessen und Ordnung müssen Vorrang haben.

Die Progressive:
Ein Baby abzuschieben, ist ein humanitäres Desaster, egal wie „hart“ die Migrationspolitik sein soll. Das ist keine Stärke, das ist Barbarei, die Widerstand hervorruft. Gewalt in Frankreich ist immer zu verurteilen, egal von welcher politischen Seite sie kommt, und sollte nicht dazu genutzt werden, ganze Bevölkerungsgruppen zu stigmatisieren. Den furchtbaren Fall des Amokläufers in den USA auf eine einzige Identitätseigenschaft zu reduzieren, ist zynisch und lenkt von den vielschichtigen Problemen der Waffengewalt und psychischen Gesundheit ab. Und die Kuba-Krise ist das Resultat jahrelanger Sanktionen und einer globalen Energiekrise, nicht nur „ideologischer Verblendung“. Es sind komplexe soziale Probleme, die differenzierte Lösungen erfordern, nicht einfache Schuldzuweisungen.

Elite, Macht und Verantwortung

Die Progressive:
Die Epstein-Files und die Anschuldigungen von Hillary Clinton gegen die Trump-Regierung eines „Cover-ups“ [Hillary Clinton accuses Trump administration of Epstein files ‚cover-up‘ in BBC interview](https://www.bbc.com/news/articles/czx47k34yqxo?at_medium=RSS&at_campaign=rss] zeigen erneut, wie weitreichend der Einfluss und die Verstrickungen der Eliten sind. Es ist empörend, dass das Mitfliegen in seinem Flugzeug oder das Feiern auf seinen Partys scheinbar kein Verbrechen ist, auch wenn Minderjährige betroffen waren [Epstein-Files: «Im Flugzeug mitzufliegen, ist kein Verbrechen, auch nicht, an einer Party mit Minderjährigen zu feiern»](https://www.nzz.ch/international/epstein-files-warum-gibt-es-nicht-mehr-anklagen-ld.1925092]. Hier müssen endlich Konsequenzen folgen und die Mächtigen zur Rechenschaft gezogen werden. Auch die Entscheidung eines US-Richters, eine Washingtoner Sklaverei-Ausstellung wiederherzustellen [US judge orders reinstatement of Washington slavery exhibit](https://www.dw.com/en/us-judge-orders-reinstatement-of-washington-slavery-exhibit/a-75997611?maca=en-rss-en-top-1022-rdf], zeigt, wie wichtig es ist, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen. Währenddessen kämpft Cem Özdemir in Deutschland um das Amt seines Lebens [Eine Aufholjagd gegen die eigene Partei: Cem Özdemir kämpft um das Amt seines Lebens](https://www.nzz.ch/international/gegen-die-eigene-partei-cem-oezdemir-kaempft-um-das-amt-seines-lebens-ld.1925222], und die Bilanz von Schwarz-Rot ist desaströs, mit Merz, der den Kanzlervergleich mit Scholz verliert [Katastrophale Zwischenbilanz nach einem Jahr Schwarz-Rot: Merz verliert Kanzlervergleich mit Scholz](https://www.nius.de/politik/news/katastrophale-zwischenbilanz-nach-einem-jahr-schwarz-rot-merz-verliert-kanzlervergleich-mit-scholz/377a79fb-1f98-44a4-bf91-9052838b1aec]. Es scheint, die politischen Eliten sind mehr mit sich selbst beschäftigt als mit den wirklichen Problemen.

Der Konservative:
„Rechenschaft“? Bei Epstein sind doch alle verstrickt, von links bis rechts. Die Anschuldigungen Clintons sind doch nur ein Ablenkungsmanöver, eine politisch motivierte Schlammschlacht, um vom eigenen Versagen abzulenken. Das ist die wahre Korruption: die gegenseitige Deckung. Und diese „historische Aufarbeitung“ der Sklaverei-Ausstellung? Oft nur ein Vorwand für identitätspolitische Debatten, die spalten statt heilen. In Deutschland kämpfen die Eliten um Pfründe und Posten. Özdemir, Merz, Scholz – alles nur Marionettentheater, während die wirklich wichtigen Dinge auf der Strecke bleiben. Wahre Größe und Talent findet man doch eher bei jemandem wie Robert Duvall, der zu einem Hollywood-Giganten wurde [How Robert Duvall became a Hollywood great](https://www.bbc.com/news/articles/cv2grggdzweo?at_medium=RSS&at_campaign=rss], weil er Leistung zeigte, nicht weil er auf der richtigen Party war oder die richtige Agenda bedient hat.

Reflexion
Der Schlagabtausch verstummt, die Gedanken schweifen weiter. Es ist ein unaufhörlicher Kampf der Perspektiven, der sich in den Schlagzeilen widerspiegelt. Fakten und Interpretationen verschwimmen, jede Wahrheit hat ihre eigene Tönung, und die Welt dreht sich unerbittlich weiter, ungeachtet unserer intellektuellen Gefechte. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass das Weltgeschehen selten einfach ist und die Antworten noch seltener.

Ausgewählte Themen:
Geopolitik
Medienvertrauen
Gesellschaftspolitik
Eliteversagen

2026-02-16-weltgeschehen-Die_Welt_dreht_sich_scheinbar_immer_schneller__und

Die Welt dreht sich scheinbar immer schneller, und die Schlagzeilen prasseln auf uns ein. Wie soll man da noch einen klaren Kopf bewahren? Manchmal fühlt es sich an, als ob zwei Stimmen in meinem eigenen Kopf um die Deutungshoheit ringen – eine konservative, die auf nationale Interessen und Skepsis pocht, und eine progressive, die nach Empathie und globalen Lösungen sucht.

US-Einfluss und innere Zerrüttung

Der Konservative:
Ach, die Amerikaner. Sie fordern uns in Europa zu mehr Einsatz auf, aber schauen wir doch mal nach Hause. Der US-Druck auf Europa ist konstant, während sie selbst tief gespalten sind. Sollen wir uns wirklich an einem Land orientieren, das intern so zerrissen ist? Ihre Stärke schwindet, und die "freie Welt" muss endlich lernen, auf eigenen Beinen zu stehen, statt sich von Übersee bevormunden zu lassen. Die Münchner Sicherheitskonferenz war wohl wieder nur eine Bühne für amerikanische Forderungen, während die wahren Probleme verschwiegen wurden.

Die Progressive:
Diese Spaltung ist in der Tat besorgniserregend, aber sie zu ignorieren, macht die Lage nicht besser. Gerade weil die USA global eine so wichtige Rolle spielen, müssen wir ihre inneren Kämpfe ernst nehmen. Es gibt ja sogar Versuche, die Spaltung der USA zu überwinden, mit neuen Ansätzen und dem Willen zur Verständigung. Wir dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern müssen die Anzeichen einer globalen Verschiebung erkennen und konstruktiv begleiten.

Globale Konflikte und Sicherheitsbedenken

Die Progressive:
Die weltweite Sicherheitslage ist alarmierend. Wir sehen, wie der Iran sein Raketenprogramm wieder hochrüstet, was die ohnehin fragile Stabilität im Nahen Osten weiter gefährdet. Und dann die erschreckenden Nachrichten, dass in Uganda Soldaten für Moskau rekrutiert werden, um als „Kanonenfutter“ in einem fremden Krieg zu dienen. Das ist doch zynisch und humanitär eine Katastrophe. Wir können diese Grausamkeiten nicht einfach hinnehmen, sondern müssen uns für Diplomatie und Schutz der Zivilbevölkerung einsetzen.

Der Konservative:
Ja, die Welt ist gefährlich, aber wer wundert sich? Die naive Außenpolitik des Westens hat doch erst dazu geführt, dass Despoten und Autokraten sich ermutigt fühlen. Und diese Vorschläge, dass Trumps "Friedensrat" Milliarden für Gaza-Hilfe bereitstellen soll – das sind doch Ablenkungsmanöver, während die wahren Mächte aufrüsten. Man muss endlich hart durchgreifen und die eigenen Interessen schützen, statt nur über Hilfsgelder zu reden, die doch oft im Nichts versickern oder missbraucht werden.

Europas politische Landschaft und der rechte Aufwind

Der Konservative:
Während die US-amerikanischen Eliten und unsere eigenen "Mainstream-Medien" uns erzählen, was wir denken sollen, schaut sich Europa nach echter Führung um. Ein Viktor Orbán lacht mit dem deutschen Kanzler über Dinge, die die hiesige Elite lieber verschweigt, wie er selbst im Wahlkampf in Ungarn erzählte. Das ist das Europa, das kommt: national und selbstbewusst, nicht diese übergriffige Bevormundung aus Brüssel. Die Münchner Sicherheitskonferenz und ihre geheimen Botschaften zwischen den Zeilen zeigen doch, wie die Eliten ihre Machtspiele treiben, während die Bürger etwas anderes wollen.

Die Progressive:
Das ist eine gefährliche Verklärung der Realität. Wenn Viktor Orbán lacht, ist das oft kein Zeichen von Selbstbewusstsein, sondern von einem Rückbau demokratischer Prinzipien und der Aushöhlung von Rechtsstaatlichkeit. Das Gegenteil ist doch in Tschechien zu sehen, wo Tausende für Pavel demonstrieren und sich ihre Zukunft nicht stehlen lassen wollen. Es geht um Werte, um Zusammenhalt und um die Stärkung der Demokratie, nicht um nationale Abschottung oder das Buhlen um Wähler mit markigen Sprüchen, die Ängste schüren.

Reflexion
Die Köpfe rauchen, die Meinungen prallen aufeinander. Es ist ein ständiger Kampf um Deutungshoheit, der die Komplexität des Weltgeschehens widerspiegelt. Die Herausforderung besteht darin, trotz aller Polarisierung einen Weg zu finden, die verschiedenen Perspektiven zu hören und dabei die Fakten nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Realität ist selten schwarz-weiß, auch wenn wir sie uns oft so wünschen.

Ausgewählte Themen:
US-Einfluss, Globale Konflikte, Europapolitik

2026-02-15-weltgeschehen-Das_Weltgeschehen_gleicht_einem_endlosen__rauen_Th

Das Weltgeschehen gleicht einem endlosen, rauen Theaterstück, dessen Akteure sich in einem intellektuellen Schlagabtausch verlieren. Zwei Stimmen, die sich selbst hinterfragen, reflektieren die drängendsten Fragen unserer Zeit – mal polemisch, mal nachdenklich, doch stets mit scharfem Blick auf die Realität.


Transatlantische Beziehungen und Europas Souveränität

Der Konservative: Die Wahrheit ist schmerzhaft, aber notwendig: Europa ist kein starker, souveräner Partner, sondern ein juniorer Anhängsel der USA. Wenn ein potenzieller Präsident wie Trump unmissverständlich klarstellt, dass er ein unterwürfiges, kein starkes Europa will, dann sollten wir das ernst nehmen. Unsere Regierungen tanzen nach der Pfeife Washingtons und wundern sich dann, dass unsere Interessen auf der Strecke bleiben. Dieser „Dance of Destruction“ Europas ist selbstverschuldet, solange wir keine eigene, starke Linie fahren. Die Zeiten, in denen wir uns naiv auf transatlantische Freundschaft berufen konnten, sind längst vorbei.

Die Progressive: Ihre Analyse ist zwar zugespitzt, verkennt aber die komplexen Realitäten. Es ist eine Gratwanderung, amerikanische Bündnistreue zu sichern und gleichzeitig europäische Autonomie zu stärken. Die amerikanische Botschaft an Europa mag sanft im Ton, aber hart in der Ideologie sein, doch das ist kein Grund, in Resignation zu verfallen. Marco Rubio mag den transatlantischen Schulterschluss zu amerikanischen Bedingungen suchen, aber Europa muss selbstbewusst seine Position verhandeln. Es geht nicht um Unterwerfung, sondern um die Fähigkeit, eigene Interessen zu formulieren und diese auch durchzusetzen, selbst wenn es bedeutet, dass die EU und die USA scheiden tun weh könnten. Wir müssen unsere eigene Stärke entwickeln, nicht aus Trotz, sondern aus Notwendigkeit.


Migration und die Realität an den Grenzen

Die Progressive: Die Bilder aus den gefängnisartigen Asylzentren in Griechenland sind erschütternd. Dass die Schweiz und die EU diese Strukturen mitfinanzieren, ist ein Armutszeugnis für unsere Werte. Menschenrechte enden nicht an den Außengrenzen Europas, und es ist ein Skandal, dass nicht mal auf UN-Gelände Menschenrechtler sicher sind. Wir müssen endlich humane Lösungen finden, die den Schutzsuchenden gerecht werden, anstatt sie hinter Stacheldraht zu inhaftieren. Die Menschlichkeit darf nicht der Abschottungslogik geopfert werden.

Der Konservative: Menschlichkeit ist wichtig, aber Realismus noch mehr. Die EU kann nicht die Probleme der ganzen Welt lösen. Solange wir keine klaren Signale senden, werden die Migrationsströme nicht abreißen. Die Bevölkerung hat genug von einer Politik, die die Kontrolle verloren hat. Sehen Sie doch, wie eine grüne Ära sich dem Ende zuneigt, weil sie in vielen Bereichen, auch bei der Migrationspolitik, die Sorgen der Menschen ignorierte. Anstatt über humanitäre Ideale zu fabulieren, sollten wir uns fragen, welche Belastungen wir uns als Gesellschaft noch aufladen können. Die Bürger fordern Führung, keine moralische Selbstzerfleischung. Die Politik muss wieder das Vertrauen der Wähler gewinnen, die keine Kungel-Kandidaten im Schloss Bellevue sehen wollen, die fernab der Realität agieren.


Geopolitische Spannungen und der Kampf gegen Autoritarismus

Der Konservative: Die Welt ist im Umbruch, und der Kampf gegen autoritäre Regime ist real. Wenn Selenskij in München erklärt, Putin sei ein „Sklave des Krieges“, dann ist das eine klare Botschaft. Wir müssen diesen Autokraten entschieden entgegentreten, nicht mit Appeasement, sondern mit Stärke. Die Bevölkerung weiß das, und sie fordert es. Nicht umsonst demonstrierten 200.000 Menschen gegen das Mullah-Regime – das ist ein klares Zeichen, dass der Druck von außen und innen wächst.

Die Progressive: Die Entschlossenheit gegen Autokraten ist unerlässlich, doch sie muss flankiert werden von einem tiefen Verständnis für die Verzweiflung der Menschen vor Ort und einer Unterstützung für zivilgesellschaftliche Bewegungen. Der tragische Tod von Alexei Nawalny, der mit dem Gift eines Laubfroschs getötet worden sein soll, zeigt die brutale Realität des Widerstands. Doch es gibt auch Hoffnung: Im Iran scheint die Stunde der Opposition gekommen zu sein, ein Zeichen, dass Wandel möglich ist, wenn wir die richtigen Kräfte unterstützen. Und die Kubaner hoffen auf ein Ende der Agonie – überall auf der Welt sehnen sich Menschen nach Freiheit und Würde. Unsere Aufgabe ist es, diese Hoffnung zu nähren und jenen eine Stimme zu geben, die mundtot gemacht werden sollen.


Reflexion:
Dieses Selbstgespräch zwischen zwei scheinbar unvereinbaren Perspektiven offenbart nicht nur die Spaltung, sondern auch die tiefsitzende Sorge um die Zukunft der Welt. Es zeigt, wie dieselben Schlagzeilen zu grundverschiedenen Interpretationen führen können, je nachdem, welche Werte und Prioritäten man zugrunde legt. Ein Dialog, der notwendig ist, um die Komplexität der Welt nicht zu vereinfachen, sondern zu beleuchten.


Ausgewählte Themen:
Transatlantische Beziehungen
Migration EU
Geopolitik Autoritarismus