2025-11-10-weltgeschehen – mittags

Die Progressive: Es ist erschreckend, aber auch ein Zeichen der Resilienz der Ukraine: Wieder diese Angriffe, wie der auf das große Öldepot auf der Krim. Ein notwendiger Schlag gegen die russische Aggression, um die eigene Verteidigungsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Wir dürfen in unserer Unterstützung nicht nachlassen, denn hier geht es um die Verteidigung internationaler Normen und letztlich um die Sicherheit Europas.

Der Konservative: „Notwendig“ nennen Sie das? Ich sehe vor allem eine weitere Eskalationsstufe in einem Krieg, der uns immer tiefer in den Abgrund zieht. Während die Ukraine Öldepots angreift, zahlen wir die Zeche – mit hohen Energiepreisen und einer immer stärker zerrütteten Wirtschaft. Diese Art von Kriegsführung bringt uns keinen Schritt näher an den Frieden, sondern verlängert das Leid und das Risiko einer direkten Konfrontation. Wir sollten uns auf unsere eigenen Probleme konzentrieren, statt die Kriegstrommel zu rühren.


Der Konservative: Und dann der Blick ins Inland: Der Magdeburg-Attentäter will aus Glaskäfig raus. Ein Hohn für jedes Opfer, für jeden Bürger, der Recht und Ordnung erwartet. Unser Justizsystem wird zu oft als zu weich empfunden, als zu nachgiebig gegenüber Schwerverbrechern. Hier muss ein klares Signal gesetzt werden: Wer unsere Gesellschaft attackiert, hat keine Sonderrechte. Der Rechtsstaat muss Härte zeigen, nicht Kuschelkurs fahren.

Die Progressive: Selbstverständlich verdient jedes Opfer Gerechtigkeit und das Recht auf einen sicheren Rechtsstaat ist unantastbar. Aber gerade in einem solchen Fall muss der Rechtsstaat seine Prinzipien wahren: Jeder Angeklagte hat Anrecht auf ein faires Verfahren, und das beinhaltet bestimmte Rechte, die auch einem Attentäter nicht verwehrt werden dürfen. Das ist kein „Kuschelkurs“, sondern die Basis unserer Verfassung, die uns von Unrechtsstaaten unterscheidet.


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