Faktencheck: Orbán erwirkt bei Trump Erlaubnis zum Kauf von russischem Öl?

🔎 Recherche-Ergebnisse zum Thema „Unbefristete US-Ausnahme für ungarische Öl-Importe aus Russland“

Wir gehen der Sache mal nach, die im Artikel thematisiert wird.

Die Recherche zu der Behauptung, Viktor Orbán habe von Donald Trump eine „unbefristete“ Ausnahme für russische Energielieferungen erhalten, ergibt ein differenziertes Bild.

Treffen bestätigt: Ein Treffen zwischen dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán und US-Präsident Donald Trump fand Anfang November 2025 in Washington statt. Hauptthema waren die US-Sanktionen gegen russische Energiekonzerne und Ungarns Wunsch nach einer Ausnahmeregelung.

Widersprüchliche Angaben zur Dauer: Viktor Orbán erklärte nach dem Treffen, Ungarn habe eine „vollumfängliche“ und „unbefristete“ Befreiung von den Sanktionen für Lieferungen über die Pipelines „TurkStream“ und „Druschba“ erhalten. Mehrere Medien berichten jedoch unter Berufung auf offizielle Vertreter des Weißen Hauses, dass die Ausnahme auf ein Jahr befristet ist.

Begründung und Bedingungen: Als Grund für die Gewährung der Ausnahme nannte Präsident Trump die besondere Situation Ungarns als Binnenstaat ohne direkten Zugang zu Seehäfen, was den Import von Energie aus alternativen Quellen erschwert. Die Vereinbarung ist zudem an Bedingungen geknüpft: Ungarn hat sich verpflichtet, seine Energieimporte zu diversifizieren und unter anderem US-Flüssigerdgas (LNG) im Wert von rund 600 Millionen Dollar zu kaufen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.