2026-01-12-weltgeschehen-Trump-Iran-Bildungsreformen

Weltgeschehen im Kopf: Ein innerer Dialog

Ein neues Gewitter zieht auf, die Schlagzeilen überschlagen sich. Manchmal scheint es, als ob die Welt nicht zur Ruhe kommen kann – ein ewiges Ringen um Macht, Wahrheit und Fortschritt. Ein Blick auf die jüngsten Meldungen lässt meine Gedanken schweifen, sie formen sich zu einem inneren Zwiegespräch zwischen zwei scheinbar unversöhnlichen Perspektiven.

Der Konservative: Schon wieder diese Farce aus Washington! Da kämpft Donald Trump im "offenen Krieg" gegen die US-Notenbank Fed, weil sie ihm nicht passt, und die sogenannten Eliten schauen besorgt zu. Gleichzeitig lenkt man mit nebensächlichen Themen ab. Ein Starökonom spricht davon, wie die Venezuela-Krise die Epstein-Affäre in den Hintergrund drängt – als ob das eine Entlastung wäre oder nur ein geschicktes Manöver. Es geht doch immer um Macht und wie die Mächtigen die Agenda verschieben.

Die Progressive: Aber genau das ist doch das Problem! Wenn ein Präsident die unabhängigen Institutionen angreift, dann erodiert das Fundament unserer Demokratien. Die US-Justiz droht dem Fed-Chef mit Anklage, nur weil er nicht nach seiner Pfeife tanzt. Diese Eskalation, bei der Powell sagt, die Fed sei von Trumps Justizministerium vorgeladen worden, kann doch nur zu globaler Instabilität führen. Ein Marktbericht zeigt bereits, wie der Fed-Streit den DAX belasten könnte. Es geht um weit mehr als um eine "Agenda", es geht um die Funktionsfähigkeit globaler Systeme.

Die Progressive: Und dann der Iran! Während wir hier über Wirtschaftsstreitigkeiten debattieren, steigt die Todeszahl bei den Protesten im Iran auf über 540. Menschen kämpfen dort für ihre Freiheit und ihr Leben. Wir dürfen nicht wegsehen und müssen die mutigen Stimmen unterstützen, die sich gegen ein brutales Regime erheben.

Der Konservative: Ja, und? Was tut "der Westen"? Während unsere Politiker wie Wadephul und Klingbeil in Washington über den Iran und internationale Justiz sprechen, prüft Trump immerhin "starke Optionen". Trump prüft sogar, das Militär einzusetzen, um der Protestbewegung zu helfen. Endlich mal jemand, der nicht nur leere Worte findet, sondern wirklich handelt oder zumindest entschlossene Maßnahmen gegen diesen Unrechtsstaat in Betracht zieht. Dieses ewige Zögern kostet Menschenleben und stärkt nur die Diktatoren. Manchmal muss man eben hart durchgreifen, anstatt nur zu "prüfen", welche starken Optionen Trump gegen den Iran hat.

Der Konservative: Apropos Rückschritt: Schauen wir doch mal, was in unserem eigenen Land passiert. In Niedersachsen soll Grundschülern das schriftliche Dividieren abgewöhnt werden. Experten sind besorgt, weil eine Grünen-Ministerin das schriftliche Dividieren abschafft. Das ist doch der Gipfel der Verweichlichung unserer Bildung! Bald können die jungen Leute gar nichts mehr, aber Hauptsache, sie fühlen sich gut dabei. Und dann wundern wir uns, warum die Konkurrenz aus Fernost uns überholt.

Die Progressive: Diese Sichtweise ist viel zu vereinfachend. Es geht bei Bildungsreformen nicht darum, Kompetenzen abzuschaffen, sondern Lernprozesse anzupassen und zu modernisieren. Und ganz nebenbei: Es gibt auch gute Nachrichten und notwendige Regulierungen. Zum Beispiel, dass Trinkwasserleitungen kein Blei mehr enthalten dürfen, was ein wichtiger Schritt für die Volksgesundheit ist. Und statt nur über angebliche Bildungsdefizite zu klagen, sollte man auch die Chancen sehen: Ein niedrigerer NC kann den Studienstart erleichtern und mehr Menschen Zugang zu höherer Bildung verschaffen. Das ist ein Zeichen von Fortschritt und Chancengleichheit, nicht von Verfall.


Reflexion:
Das Ringen um Fakten und Bewertungen ist unaufhörlich. Jede Schlagzeile, ob sie von globaler Politik oder lokaler Bildung handelt, wird durch die Linse der eigenen Überzeugungen gefiltert. Die Spannungen zwischen dem Wunsch nach Stabilität und dem Ruf nach Veränderung, zwischen nationalen Interessen und globaler Verantwortung, prägen unsere Wahrnehmung des Weltgeschehens und lassen kaum Raum für einfache Antworten.

Ausgewählte Themen:

  • US-Konflikte
  • Iran-Proteste
  • Bildungsreformen

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