So kontert „The Engine Room“ Fake News in Lateinamerika

Die Bedrohung für den Journalismus in Lateinamerika

Journalist:innen und Aktivist:innen in Lateinamerika sind einem zunehmenden Druck ausgesetzt. Die Bedrohung geht weit über herkömmliche Zensur hinaus. Ein prominentes Beispiel ist die Überwachung durch Spionagesoftware wie Pegasus, die Mobiltelefone kompromittiert, um investigative Berichterstattung zu unterbinden. Die Regierungen nutzen diese „neue Waffe“, um Korruption zu verschleiern und kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen.

The Engine Room, eine gemeinnützige Organisation, will dieser Entwicklung entgegenwirken. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht beleuchtet die Herausforderungen und zeigt Wege auf, wie lateinamerikanische Gemeinschaften, Journalist:innen und Aktivist:innen sich besser vernetzen und Informationen sicherer austauschen können.


Der Schlüssel: Gesündere Informationsökosysteme

Die Geschäftsführerin von The Engine Room, Paola Mosso, beschreibt, wie soziale Unzufriedenheit, der Aufstieg rechtsgerichteter Regierungen und die COVID-19-Pandemie dazu beigetragen haben, dass sich Desinformationen „mit Lichtgeschwindigkeit verbreiten“. Um dem entgegenzuwirken, hat die Organisation den Begriff des Informationsökosystems in den Fokus gerückt.

Ein gesundes Informationsökosystem ist ein Raum, der gemeinsam von Zivilgesellschaft, Medien, öffentlichem und privatem Sektor gestaltet wird und in dem Menschen Zugang zu korrekten, qualitativ hochwertigen Informationen über die Dinge haben, die ihr Leben beeinflussen.

Die zentralen Ziele für ein solches Ökosystem sind laut The Engine Room:

  • Räume für sinnvolle Debatten schaffen, die Polarisierung reduzieren.
  • Sprachgerechtigkeit gewährleisten, sodass Informationen auch in indigenen Sprachen zugänglich sind.
  • Den Bedürfnissen marginalisierter Gruppen Priorität einräumen.
  • Die nötigen finanziellen Mittel für unabhängigen Journalismus bereitstellen.

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